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1

Mittwoch, 14. Juni 2017, 11:39

Weichmacher auch nachträglich einsetzbar?

Moin zusammen,

ich bin neu hier im Forum :wink: und wühle mich nach und nach durch die vielen interessanten Beiträge und konnte schon viel neue Erkenntnis gewinnen. Nachdem ich einige Jahre inaktiv war, habe ich das schöne Hobby Modellbau wieder reaktiviert.

Nun habe ich ein Problem mit dem Italieri-Bausatz der Tante JU. Hatte ich zuvor bei den zumeist von mir gebauten Revell-Bausätzen mit den Decals nie Probleme, sieht das auf dem Flieger echt grauenhaft aus. Trotz akribischen Andrückens mit einem feuchten Wattestäbchen auf die vorlackierte Fläche sehen die Decals wie Aufkleber aus. Eines hat sogar Falten geworfen,obwohl genug Feuchtigkeit beim Aufbringen vorhanden war und diese auch nach Fixierung rausgedrückt wurde.

Meine Frage: Kann ich einen Weichmacher auch noch nachträglich (also ca. 1,5 Wochen nach Aufbringen) auftragen und wenn ja, welcher eignet sich für einen solchen Fall am besten (der von Revell genießt ja hier nicht den besten Ruf)?

Vielen Dank und beste Grüße

Stephan
Viele Grüße

Stephan

dagmar bumper

Moderator

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Realname: Matze

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2

Mittwoch, 14. Juni 2017, 12:48

Howdy Stephan :wink: ,

erstmal herzlich willkommen im Forum.

Ich benutze ausschließlich Mr. Mark Softer. Ob sich da aber nach so langer Zeit noch etwas lösen läßt, hab ich noch nie probiert, würde ich aber verneinen.

So long

Matze

Beiträge: 81

Realname: Konstantin

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3

Mittwoch, 14. Juni 2017, 16:29

Würde ich auch verneinen wollen.

Alle Weichmacher haben im Grunde die gleiche Basis - Essig.

Deswegen nehm ich einfach immer nur Essigessenz aus der Drogerie mit Wasser gemischt - je nach Anwendung 50 : 50 bis pure Essigessenz.

Funktioniert tadellos - da muß man also nix Teures aus dem Modellbauzubehör kaufen.

4

Mittwoch, 14. Juni 2017, 17:45


Alle Weichmacher haben im Grunde die gleiche Basis - Essig.


Woher hast Du diese Info?
Gruß Ralf

Beiträge: 1 496

Realname: Jochen Große-Katthöfer

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5

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:21

Mahlzeit!

Woraus die diversen Modellbauprodukte so bestehen, weiß ich nicht, ich kann aber bestätigen, daß Essigessenz funktioniert. Aber ob nach längerer Zeit noch was zu verbessern ist :nixweis: Versuch macht klug!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

Beiträge: 81

Realname: Konstantin

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6

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:02


Alle Weichmacher haben im Grunde die gleiche Basis - Essig.


Woher hast Du diese Info?
Gruß Ralf


Hier aus dem Forum kam die Info auf was diese Weichmachern eigentlich basieren und deswegen auch Essigessenz genommen werden kann

Dann ausprobiert und seitdem nutze ich nur noch Essigessenz

7

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:19

Das mit der Essisessenz hab ich auch schon von ein paar anderen Modellbauern gehört, selbst aber noch nicht ausprobiert.

Gruß Jürgen

8

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:36

Ja,Jürgen,war die Methode kurz nach dem Krieg! :D
Es kann ja sein,dass bei manchen Decals die Essigessenz Wirkung zeigt,
aber der Grossteil von Decals im Autobereich sind davon unbeeindruckt!
Oder es dauert Stunden bis irgendwelche Reaktion eintritt.
Aber,wer es braucht,soll weiter Essigessenz nehmen. :D
Gruß Ralf

Beiträge: 81

Realname: Konstantin

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9

Mittwoch, 14. Juni 2017, 20:40

Ich hatte noch keine Decals bei denen es nicht funktionierte.
Die Wirkung wie sich die Decals in Falten reinziehen ist nach einigen Minuten da. Sie werden schön weich, man kann sie wunderbar auch um enge Winkel legen und sie schauen danach wie aufgemalt aus und nicht mehr wie aufgeklebt. So wie es ja sein soll.

Ich baue allerdings keine Autos und weiß nicht worin sich die Decals bei Autos zu Decals von anderen Modellen unterscheiden.
Denke es hat weniger was mit Autos zu tun sondern mit dem Hersteller der Decals - da gibt es ja große Unterschiede zwischen den Decals.
Ich baue meist von Revell.

Ausprobieren und selber urteilen. Testdecals sollten sich ja in den meisten Restekisten finden lassen.

Und Korrektur: Weil ich gerade gesucht habe wo ich das her hatte - es gibt auch Weichmacher die basisch arbeiten.
Wie auch immer - Essigessenz funktioniert bei mir wunderbar - ausprobieren- Essigessenz kost ja fast nix.

10

Sonntag, 18. Juni 2017, 01:46

Moin zusammen,

erst mal Danke für die Antworten bzw. Hinweise.

Da bei besagtem Modell verschiedene Decal-Versionen vorhanden sind - zB "D-A" doppelt existent - habe ich heute mal einen Versuch unter der Tragfläche gewagt: das bereits angebrachte Decal mit einer 50:50 Essigessenz-Wasser-Lösung behandelt. Fazit: Es hat sich tatsächlich wesentlich besser in die vorhandenen Lamellen eingezogen, die Blasen und Falten sind verschwunden. Ermutigt davon das ganze auch auf die anderen Decals angewendet mit dem gleich positiven Effekt. Bei allen Decals keine Blasen mehr vorhanden und ein deutlich besserer Einzug in die Lamellen. Lediglich dieser Glanzeffekt des gesamten Decals ist geblieben, aber damit muss ich dann wohl leben. Hier hilft in Zukunft wirklich nur das Ausschneiden der einzelnen Buchstaben.

Somit kann ich bestätigen, dass auch eine nachträgliche Behandlung mit einer Essigessenzlösung eine deutliche Verbesserung bringt. Werde künftig Decals über strukturierten Oberflächen immer mit der Lösung behandeln. Danke für den Denkanstoß! :ok:
Viele Grüße

Stephan

Beiträge: 81

Realname: Konstantin

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11

Sonntag, 18. Juni 2017, 09:32

Nachträglich geht also auch noch - hätte ich nicht gedacht.
Umso gut zu wissen :)

12

Sonntag, 18. Juni 2017, 10:00


Lediglich dieser Glanzeffekt des gesamten Decals ist geblieben, aber damit muss ich dann wohl leben. Hier hilft in Zukunft wirklich nur das Ausschneiden der einzelnen Buchstaben.

Das "silvern" kannst Du vermeiden,wenn vor dem decalieren Glanzklarlack aufgebracht wird.
Gruß Ralf

13

Sonntag, 18. Juni 2017, 18:09

Moin Ralf,

ich denke, das liegt weniger am silvern, sondern am Decal direkt. Die Buchstaben sind zusammenhängend auf einem quadratischen Decal aufgebracht und dessen Overfläche glänzt massiv je nach Lichteinfall. Beim silvern sieht man ja, dass das unter der Oberfläche des Decals stattfindet.

Gruß

Stephan
Viele Grüße

Stephan

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Realname: Ralf Pfaff

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14

Donnerstag, 22. Juni 2017, 08:03

Dann probier' doch mal von Gunze den "Mr. Metal Primer". Den nehme ich eigentlich zum "versiegeln" brüchiger Decals. Dieser Schutzlack nimmt aber gleichzeitig etwas den Glanz der Decals, wird also eher matt als glänzend. Einfach dünn mit einem weichen Pinsel randgenau über das Decal streichen, oder vor dem Anbringen mit der Airbrush/Pinsel aufbringen. Funktioniert ganz gut.
Edit: mit mattem Klarlack das Decal vorsichtig überstreichen kann man auch versuchen. Muss man halt sehr exakt arbeiten.
Grüße aus dem Schwarzwald

Ralf

15

Donnerstag, 22. Juni 2017, 11:48

Danke für den Tipp, probiere ich beim nächsten Modell mal aus, denn die Ju habe ich nun abgeschlossen und will sie nun auch so lassen, wie sie ist. An ihrem Standort fällt der Glanz der Decals auch nicht so sehr auf, wie ich befürchtet habe. Habe gestern gesehen, dass es auch Decals zur aktuellen der Lufthansa-Stiftung gibt, aber zu spät. Das Modell war nämlich ein Geschenk meiner Frau anlässlich eines Rundflugs mit der alten Dame 2015...

Bild entfernt da viel zu groß
Bitte die Regeln zum Einstellen von Bildern beachten, danke
keramh
Viele Grüße

Stephan

16

Donnerstag, 22. Juni 2017, 14:38

Sorry, keramh, das habe ich missverstanden und ging davon aus, die Limitierung bezieht sich nur auf Euren Server hochgeladene Bilder.

Allerdings verzichte bei dieser Größenbeschränkung und der damit verbundenen Qualität lieber auf das Einstellen von Bildern. :(

EDIT: Habe einen Weg gefunden, Bilder auf das hier gewünschte Maß zu verkleinern, ohne dass die Qualität allzu sehr darunter leidet, daher hier das ursprüngliche Bild der Vollständigkeit halber... :rolleyes:


Viele Grüße

Stephan

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