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Dienstag, 28. Februar 2017, 15:05

De Havilland Mosquito Fb. Mk VI - 1/32 by Tamiya

Die De Havilland Mosquito war ein Mehrzweckflugzeug der Britischen Luftwaffe während des 2. Weltkrieges, wurde aber auch nach dem Kriege noch von vielen weiteren Nationen neben Großbritannien wie beispielsweise Kanada, China, Neuseeland, Australien, den Vereinigten Staaten von Amerika oder auch von der Tschechoslowakei eingesetzt. Die zweimotorige und zweisitzige Maschine wurde von der de Havilland Aircraft Company komplett in Holzbauweise gefertigt. Mehr als 7700 Maschinen wurden in den Jahren ab 1940 bis 1950 gefertigt . Die Mosquitos waren aufgrund ihrer extrem hohen Fluggeschwindigkeit für die Deutsche Luftwaffe ein schwieriger und ernst zu nehmender Gegner und nahezu unangreifbar.

Die Konstruktion der De Havilland Mosquito begann bereits ab 1938. Aufgrund der enormen Geschwindigkeit, welche die beiden Rolls-Royce Merlin Motoren erzeugten, war das Flugzeug zunächst als unbewaffneter Schnellbomber eingeplant. In Voraussicht auf die folgenden Kriegsjahre und die damit verbundenen Materialknappheiten wurde als vorrangiges Baumaterial für Rumpf und Tragflächen Holz ausgewählt (Spitzname "Wooden Wonder"). Aufgrund der fehlenden Bewaffnung und der Holzbauweise wurde das Projekt vom Britischen Luftfahrtministerium sehr kritisch angesehen - mit Ausnahme des Air Marshals Sir Wilfried R. Freeman, der das Projekt schließlich genehmigte und damit seinen excellenten Ruf aufs Spiel setzte. Nach Ausbruch des 2. Weltkriegs jedoch erwies sich die Konstruktion jedoch als erfolgreich, so dass bereits am 1. April 1940 eine erster Serienauftrag für 50 Modelle erteilt wurde, welcher sich aber zunächst aufgrund der Entwicklung des Krieges verzögerte. Erst im November des selben Jahres erfolgte der Erstflug der Prototypen, wobei die hierbei erzielten Geschwindigkeiten von über 630km/h die Erwartungen aller bei weitem übertrafen und damit auch die Vertreter des Air Ministry von der Mosquito überzeugten. Es wurden zunächst drei Varianten der Maschine bestellt: unbewaffnete Aufklärer, Bomber und Nachtjäger. Bei den ersten Einsätzen im Jahre 1941 zeigte sich, dass die Mosquito mit ihrer enormen Geschwindigkeit auch den schnellsten Jägern der Deutschen Luftwaffe entkommen konnte.

Ab 1943 folgen verschiedenste weiterer Varianten, darunter auch die bekannteste Version des schnellen Jagdbombers FB Mk. VI, welcher nun mit Kanonen und Maschinengewehren ausgerüstet war und weitere bis zu 8 Raketen unter den Tragflächen mitführen konnte. Mit 2718 Maschinen war dies die meist gebaute Version überhaupt. Mosquito-Bomber hatten während des gesamten Krieges die niedrigste Verlustrate aller Flugzeuge der Royal Air Force während des Krieges. Mit der Zeit wurden unzählige weitere Änderungen, Verbesserungen, Aufrüstungen oder Versionen gefertigt und erfolgreich im Einsatz verwendet. So gab es weitere Modelle als Schnellbomber, Begleitjäger, Schlachtflugzeug, Transportflugzeug, Minenleger oder Ziehschlepper die den Ansprüchen entsprechend unterschiedliche Ausrüstungen oder Modifikationen aufwiesen.

Erst im Jahre 1950 wurde die letzte Mosquito in Chester gefertigt und blieben noch lange nach dem Krieg im Einsatz. Die Royal Air Force beispielsweise nahm erst 1961 den letzten Aufklärer außer Betrieb. Insgesamt wurden 7781 Flugzeuge gefertigt, davon 6710 während des Krieges. 1134 Modelle davon wurden in Kanada, weitere 212 in Australien gebaut.

Heute existieren nur noch zwei flugbereite Mosquitos weltweit. Eine in den Vereinigten Staaten im Besitz des Military Aviation Museums in Virginia Beach (seit 2012), eine weitere, die erst 2014 restauriert wurde, in Kanadischem Privatbesitz.
Die Mosquito bestand im wesentlichen aus Sperrholz, Birken- oder Fichtenholz, dazwischen einer Schicht aus Balsaholz. Dank dieser Bauweise trug sie auch stets den Beinamen "Wooden Wonder". Hergestellt wurde der Rumpf aus zwei Halbschalen, die in einer Positivform aus Mahagoni-Holz gefertigt wurde (Betonformen kamen bei der Kanadischen Produktion zur Verwendung). Die Rumpfspanten wurden im ersten Arbeitsgang in Aussparungen der Positivform eingesetzt, anschließend die innere Rumpfhaut aus Sperrholz aufmontiert. Strukturelle Bauteile, die zwischen innere- und äußere Rumpfhaut montiert wurden folgen, bevor dann die äußeren Sperrholzplatten aufgesetzt wurden.

Angetrieben wurde die Mosquito von zwei Rolls-Royce Merlin Motoren, die jeweils 1680Ps Leistung lieferten. Die Höchstgeschwindigkeit des 8660Kg schweren und 12,35m langen Flugzeugts betrug 635km/h bei einer Reichweite von 2195km und einer Dienstgipfelhöhe von 11.300m. Die Spannweite betrug 16,54m, die Höhe 3,81m. Zur Besatzung gehörten 2 Mann, die Bewaffnung umfasste vier 20mm-Maschinenkanonen vom Typ Hispana-Suiza HS.404.



Tamiya bietet ein Modell der Mosquito im Maßstab 1/32 an, das aus über 690 Einzelteilen, dazu zwei Platinen Fotoätzteilen, zwei Bögen Decals, Schrauben und mehr besteht.




Zusätzlich werde ich noch die Fotoätzteile von Eduard für das Exterieur, sowie die farbig bedruckten Ätzteile für das Interieur verwenden. Da ich die Waffenschächte teils geöffnet darstellen möchte, werden auch hierfür die super detaillierten Resinteile aus der Eduard Brassin Serie verwendet, einige zusätzlichen Decals und Metallrohre für die Bewaffnung.

LG
Micha
Viele Grüße,
Michael

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Donnerstag, 2. März 2017, 22:33

schönes Teil, habe schon einen Baubericht in der Modellfan gelesen, mal sehen was Da draus machst

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Montag, 6. März 2017, 15:18

Hallo zusammen,

Los gehts ... die ersten Bauteile im Cockpit und an den Wänden sind zusammengesetzt und auch weitgehend schon mit den kleinen und kleinsten Details aus dem Kit versehen.
Die Teile passen absolut perfekt. Einige Teile sind bereits vorbereitet für die farbigen Eduard Ätzteile, die dann nach der Lackierung angebracht werden.
Es folgen nun noch einige Leitungen an den Instrumenten, sowie auch am Boden und an den Wänden...























LG
Micha
Viele Grüße,
Michael

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4

Dienstag, 7. März 2017, 22:45

Du haust ja gerade Modelle in 1/32 raus. Respekt.
Grüße
Thomas

In Arbeit:
`66 Chevrolet "El Camino" Revell 1/25

5

Mittwoch, 15. März 2017, 09:37

Hallo zusammen,

Die einzelnen, fertig zusammengebauten Baugruppen des Cockpits sind lackiert. Nach einer schwarzen Grundierung folgte ein lasierender Auftrag mit Lifecolors British Interior Green, so dass die schwarze Schattierung noch etwas erkennbar war. Das Grün wurde dann noch etwas aufgehellt und abgedunkelt (Grundfarbe + Dunkelbraun, Grundfarbe + Beige).
Anschließend wurden alle Details mit dem Pinsel bemalt, was sich teilweise als aufwändiger erwies, als gedacht.
Die Anzeigen wurden allesamt mit farbig bedruckten Ätzteilen von Eduard erstellt, ebenso die darauf platzierten Schalter, Hebel und Knöpfe. Anschließend wurden noch die Decals aufgebracht und alles dann mit Mattlack versiegelt. Etwas Glanzlack, übernebelt, sorgt für Abwechslung.

Ein Washing mit dunkelbrauner Ölfarbe sorgt für einen gebrauchten Eindruck, ein schwarzes Washing an Kanten, erhabenen Details, etc... betont diese.

Mit dem Pinsel wird dann Alluminiumfarbe an stark beanspruchten Stellen aufgetupft um blankes Metall darzustellen.

Alle Anzeigen werden dann mit Micro Crystal Klear "verglast".


























Es folgen nun die Gurte von HGW ...


Ein erster Rolls Royce Merlin Motor wurde zusammengesetzt. Dieser ist hervorragend von Tamiya wiedergegeben. Die Details sind hervorragend.
Ätzteile aus dem Bausatz, sowie als Leitungssatz Ätzteile von Eduard ergänzen den Motor. Im Inneren befinden sich Magnete, die dann die Motorabdeckungen an ihren Plätzen halten werden.





LG
Micha
Viele Grüße,
Michael

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6

Mittwoch, 15. März 2017, 17:45

Hallo Micha,

ich habe auch von dem Bausatz in der Februar Ausagbe der Modellfan gelesen!
Das ist ja echt auf höchstem Niveau was du hier zeigst, besser geht nicht! :sabber: :respekt:

Ich freue mich schon auf neue Fotos!
"Soll das Werk den Meister Loben" (Friedrich Schiller)

7

Montag, 20. März 2017, 10:35

Hallo zusammen,

die Gurte von HGW / Eduard wurden als nächstes montiert und an den SItzen angebaut. Diese sehen echt gut aus, sind aber ein Fitzelgeschäft, beim montieren. Miniteilchen :)

Nach dem verkleben folgt ein braunes Washing um die Gurte farblich etwas an den Rest anzupassen (das helle Beige stach extrem hervor).

Anschließend werden die Einzelteile zu einem kompletten Cockpit zusammengefügt.











Nun folgt die Bugbewaffnung...

LG
Micha
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8

Dienstag, 21. März 2017, 11:40

super :) da bin ich mal dabei
Norbert

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9

Dienstag, 21. März 2017, 23:35

das sieht schonl recht authentisch aus :ok:

10

Montag, 27. März 2017, 13:04

Hallo zusammen,

das fertig gestellte Cockpit hat seinen Platz im Rumpf gefunden, die beiden Rumpfhälften sind zusammengefügt, die Naht verspachtelt udn verschliffen.

Die Bugbewaffnung ist ebenfalls montiert, diese wurde - bis auf Geschützrohre aus Messing - vom Bausatz verwendet. Die Abdeckungen sind nur aufgesteckt und mit Tape im Moment fixiert.

Das Höhenruder am Heck ist ebenfalls montiert, der Bereich für das hintere Rad ist lackiert.













Jetzt folgen die beiden Motoren ...

LG
Micha
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Michael

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Montag, 10. April 2017, 12:08

Hallo zusammen,

als nächstes folgen die Tragflächen, wobei hier zunächst der innere Querträger zusammengesetzt wird, um den dann die Tragflächen herum gesetzt werden.

Die Lackierung der sichtbaren Bereiche folgt dann später mit den fertigen Tragflächen .... bzw. die Details mit dem Pinsel.









LG
Micha
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Michael

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Dienstag, 18. April 2017, 15:38

Hallo zusammen,

Die beiden Merlin-Motoren sind fertig gestellt und mit Ätzteilen ergänzt. Die fotogeätzten Leitungssätze wurden mit Weißleim aufgedickt und verlieren somit ihre platte Optik.

Nach einer schwarzen Lackierung folgen rostbraune und beigefarbene Washings. Anschließend folgten silberne Pigmente, die über die Motoren gerieben wurden. Speziell an den Kanten, aber auch auf den Flächen.












Die Teile für die Motorträger wurden separat lackiert und anschließend montiert, dann mit Washings analog gealtert, abschließend die MOtoren eingesetzt. Diese werden vorn verklebt und von hinten noch verschraubt.

Es folgen dann weitere Leitungen und diverse Teile ...












Die Tragflächen wurden weitgehend montiert, mit Ätzteilen ergänzt und ebenfalls lackiert und gealtert ...





LG
Micha
Viele Grüße,
Michael

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13

Dienstag, 18. April 2017, 18:38

Hallo Micha,

die reinste Freude für's Auge, echt! :sabber:
Liebe Grüße von nochsonBastler.

"Das erinnert mich an den Mann, der sich splitternackt auszog und in einen Kaktus sprang."
"Warum hat er das getan?"
"Er hielt das damals für eine blendende Idee!"

("Die glorreichen Sieben", Mirisch/Alpha, 1960)

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Mittwoch, 19. April 2017, 09:13

Hallo Dirk,

danke Dir :) Jetzt gehts weiter mit den ganzen Leitungen und Tanks am Motor ... :)

LG
Micha
Viele Grüße,
Michael

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15

Donnerstag, 20. April 2017, 08:29

Servus Micha,
Wie immer ein Augenschmaus, Dir zusehen zu dürfen. :ok: :love:
Weissleim auf Ätzteile zum Aufdicken... Gute Idee - das werde ich mir merken !
Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der
Ausführung die Kunst! Wobei die
Schönheit liegt im Auge des Betrachters…


Im Bau: U-505 Revell 1:72

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