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1

Montag, 23. Mai 2016, 13:51

Airbrush hat unsauberes Spritzbild trotz neuer Ersatzteile!?

Hallo meine Modellbaukameraden!

Ich bin neu hier im Forum und das ist mein erster Thread! :D
Mein Problem ist, dass meine Airbrush ein sprenkeliges Spritzbild hat und teilweise auch ungleichmäßig sprüht. Ich habe schon mal neue Dichtungen, Düsen und neue Nadeln eingesetzt, aber das hat nichts gebracht. Ich habe die Airbrush auch sehr oft sehr gründlich gereinigt aber das hat nichts gebracht

Meine Airbrush:
H&S Evolution mit 0,2mm und 0,4mm Düse
Die genaue Bezeichnung des Kompressors habe ich grad nicht zur Hand, ist aber kein schlechtes Gerät, der hat eine gute Leistung und schafft bei der 0,2mm Düse den Tank vom Kompressor (ca 1-2l) bis zum abregeln aufzupumpen und die 0.4mm Düse so auf ca 3,7bar. Also an Luftmangel liegt es denk ich nicht. zudem tritt das Problem halbwegs gleich bei beiden Düsengrößen auf.

Eine Vermutung habe ich: Vorne am Airbrushkorpus, dort wo die Düse angesetzt wird und der Luftkopf aufgeschraubt wird ist in Sprührichtung links ein grader Schnitt im Schott. Dort kommt denk ich die Luft raus. Es kann sein das es dort verdreckt ist. Aber das ist wiegesagt nur so eine Vermutung da aus der Airbrush ja eigentlich der volle druck rauskommt. ;D

Ich hoffe ihr habt viele Ratschläge für mich!

lg

M.Schröder

unregistriert

2

Montag, 23. Mai 2016, 16:20

Was für Farben benutzt du?
Was für einen Arbeitsdruck hast du eingestellt?
Wie stellst du die Farben zum lackieren ein?
Wo ist das Foto,sonst ist das hier nur ins blaue raten

3

Sonntag, 29. Mai 2016, 12:50

So tut mir leid, dass ich so ungenau war ;)
Ich benutze normalerweise die Aqua Color von Revell. Ich verdünne sie, bis sie schön tropfen kann und ungefähr die Konsistenz von Milch hat. Ich habe mir aber neulich zum testen mal die Vallejo Modelair geholt. Das Spritzbild empfinde ich als besser aber noch nicht zufriedenstellend.
ich habe eigentlich einen Arbeitsdruck zwische 2,5 und 3.0 Bar. Die Bilder im Anhang wurden mit 2,8 Bar gesprüht.

4

Sonntag, 29. Mai 2016, 12:53

Tut mir leid wegen den Bildern, habe welche gemacht aber die sind zu groß und wenn ich sie klein mache auf die vorgeschriebene größe sind sie so verpixelt, dass man nichtsmehr drauf erkennt...

M.Schröder

unregistriert

5

Sonntag, 29. Mai 2016, 14:23

2,5-3 Bar ist schon sehr viel,ich selbst lackiere mit 1 Bar...........du Arbeitest mit Wasseracrylfarben da kann es vorkommen das die Farbe schon im Flug trocknet,ist die Oberfläche rau ??

Ich würde dir raten den Arbeitsdruck auf 1 bar einzustellen,so kannst du dich an die richtige Verdünnung ran tasten.

6

Sonntag, 29. Mai 2016, 20:21

Vallejo Model Air sprühe ich IMMER mit Max 1,5 bar meistens mit 1 bar. Alles andere ist mMn viel zu viel. Und wenn ich dann höre 2 bar und mehr..... Ohne Spritzbild bzw Video/Bilder ist es müßig über weiteres zu diskutieren.
Im Bau:

1:350 Tamiya King George V + PE + Holzdeck
1:350 Tamiya Musashi + BigEd + Holzdeck
1:350 Tamiya Kagero + PE (fertig)
1:350 Revell Type VII C Uboot (fertig)
1:350 Trumpeter JMSDF DDG-177 Atago (fertig)
1:350 Academy Tirpitz + PE + Holzdeck + Metallrohre
1:50 Revell Langboot (fertig)

7

Dienstag, 21. Juni 2016, 10:41

Guten MOrgen,

ja die Auskerbung im Korbus ist der Luftdurchlass. Hier solltest du nix ändern.
Wenn eine Airbrush, egal welcher Hersteller ein Pixeliges Spritzbild abliefert kann es an vielen Dingen liegen.

- Zu wenig Druck.
Ist bei dir aber nicht der Fall eher zuviel. Airbrush wird mit 1,5 - 1,8 Bar betrieben. Je nach verdünnen der Farbe auch mal mit 1 Bar.

- verdreckte Nadel/ Düse, Luftkopf
Dreck setzt sich in der Düse abb, hier an den Seitenwänden. Das kann man mit einer Dentalbürste oder kleinen Reinigungsbürste reinigen. Beim sauber machen auch den Luftkopf von Innen reingien. Hier setzt sich gern Farbe in den Rillen ab was den Luftstrom stört.

- defekte Nadel oder Düse.
eine Verbogene Nadel oder ein Haarriss in der Düse kann dafür sorgen das sich das Spritzbild verändert. Gegebenfalls mit einer Lupe prüfen.

- einstellen der Farbe
In der REgel soll die Farbe eine milchartige Konstistenz besitzen. Das hast du auch gemacht. Nichts desto trotz spielt die Pigmntierung der Farbe eine große Rolle. Zur Not versuche es mal mit Tusche oder einer normalen Airbrush Farbe. Diese sind noch feiner Pigmentiert als Vallejo Model Air.
Manchmal liegt das Spritzbild an der verwendeten Farbe.

Wenn du mehr Informationen brauchst, dann kannst du dich gerne mal durch den Airbrush FAQ Bereich lesen.

GRuß Stefan

8

Donnerstag, 30. Juni 2016, 16:45

Ich entschuldige mich für diese lange Abstinenz, ich hatte Prüfungen ;)
ich bedanke mich recht herzlich für die zahlreichen Antworten! :ok:
Ich werde demnächst versuchen die Bilder in guter Auflösung reizustellen.

Also ich vermute, dass die Verdreckung eher keine Rolle spielt, da ich meine Pistole eigentlich immer gut reinige und ich sie früher auch im Ultraschallreiniger geputzt habe. Das mach ich jetzt aber nicht mehr, da sie dadurch angelaufen ist, weiß nicht wieso.

Ich habe jetzt, wo ich mal wieder etwas Zeit habe, verschiedene Verdünnungsgrade ausprobiert, ohne Erfolg.
Das mit der Tusche oder den Airbrushfarben werde ich als nächstes ausprobieren!
Ich bedanke mich nochmal recht herzlich bei euch! :respekt:

9

Sonntag, 3. Juli 2016, 16:03

Hier ist ein Bildasuschnitt des Spritzbildes mit 1.6 bar, 0,2 mm Nadel und schwarzer Model Air.



Bitte Bilder in Zukunft wie hier gezeigt einbinden. Einfaches Hochladen ist nicht ausreichend. (3.7. 19:45 Der Rheinenser, Moderator)

10

Sonntag, 3. Juli 2016, 16:04

Das ist nicht ganz so dran mit selben Einstellungen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bf109profi« (4. Juli 2016, 11:45)


M.Schröder

unregistriert

11

Sonntag, 3. Juli 2016, 18:01

Hast du die Farben verdünnt? ??.......sieht stark danach aus das die Farbe zu dickflüssig war

dagmar bumper

Moderator

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12

Sonntag, 3. Juli 2016, 20:36

Howdy :wink: ,

das Bild in post 10 ist nur angehängt. Bitte korrigieren.

Matze

13

Montag, 4. Juli 2016, 11:28

Also verdünnt habe ich sie, in der letzten Zeit habe ich mehrere Versuchen mit verschiedenen Verdünungsgraden gemacht, von ca 5-6 Teile Farbe und 1 Teil Wasser bis 1:1, ohne große Veränderungen, außer, dass bei der dicken Farbe das Spritzbild noch schlechter wurde. Ich habe keinen Plan mehr was ich noch alles probieren könnte ?(

M.Schröder

unregistriert

14

Montag, 4. Juli 2016, 18:27

Hm da ist es schwierig,das einzige was man noch vermuten könnte,ist das der Kompressor nicht die Leistung bringt die am Druckminderer eingestellt ist .........Was hast du den für einen Kompressor??

Du solltest mit deinem Problem ein Fachgeschäft aufsuchen,aus welcher ecke kommst du den ?

15

Donnerstag, 7. Juli 2016, 19:52

Also ich habe dem Sparmax TC-610H.130W, 23 l/min, 2,5l Tank und 4,1 Bar Sicherheitsstop. Der Kompressor schafft sowohl die 0,2 als auch die 0,4 auf diesen drück aufzupumpen, bei der 0,4 ist halt der Abfall beim Öffen des Ventils in der Airbrush größer, aber so 2,8-3,2 Bar hat man dann immer noch. Aus der Airbrush kommt auch viel Druck raus, wenn der Regler auf Maximalleistung eingestellt ist. Man hat jedenfalls nicht das Gefühl, dass der angezeigte Luftdrck nicht anliegt.
So zur Hygiene: ich lass regelmäßig (3-4mal die Woche) den Wasserablass am Druckminderer ab und neulich vor so 1-2 Monaten hab ich auch den Lufttank entwässert, wobei die Flüssigkeit eine sehr starke rostige Einfärbung hatte. :S

Ich komme aus der Region Oberfranken(genauer Coburg, Kronach, Lichtenfels). :)

Ich hoffe das es euch weiterhilft!
Und viel Spaß heute bei dem Deutschlandspiel! :ok: 8)

M.Schröder

unregistriert

16

Donnerstag, 7. Juli 2016, 20:17

Nun wird es schwierig dir aus der ferne dir noch einen Tipp zu geben,du solltest nach einem Fachgeschäft in deiner nähe Googeln.......in München gibt es einen recht bekannten

http://www.h-haider.de/

Hast du einen Ultrschallreiniger ???............wen ja zerlege die Pistole,und lege die für ein paar Stunden in Spiritus ein.


Alternativ kannst du auch Fettreiniger(Sprühflasche,Hausmarke) nehmen...........Fettreiniger 1:1 mit Wasser mischen/vermengen,das putzt dir alle Wasseracryl Farben weg

Ps.Für den Tipp mit dem Fettreiniger übernehme ich keine Haftung ob es da zu Problemen mit deiner Verchromung kommt............bei mir gibt es keine,habe aber eine Triplex und eine Iwata Pistole.

Michael

17

Donnerstag, 7. Juli 2016, 20:39

Moin BF109profi
Um mal etwas System in Deine Airbrushversuche zu bekommen gebe ich Dir mal ein paar eckdaten mit denen ich meine Vallejo ModelAir durch die Gun jage. Ich habe den verdacht dass Du mit einem Lackierdurchgang versuchst dein Ziel zu erreichen

zunächst verdünne ich die Farbe nochmal im Verhältniss 1:1 (Ja genau die "spritzfertigen" Airbrushfarben) entwegder mit Sidolin oder mit Frostschutzmischung für die Scheibenwischanlage. Beides hat keine Oberflächenspannung und bildet auf Kunststoffoberflächen Farbtropfen.
Mit Sidolin kann man sich auch sehr gut Washings selber anmischen. Für die Polyurethangrundierung von Vallejo nutze ich nur den Frostschutz zur Verdünnung (2 Teile Frostschutz 1 Teil Farbe) und man kann sehr lange Lackieren ohne, dass die Farbe an der Nadelspitze antrocknet.
Du solltest Dich auch von der vorstellung verabschieden mit einer Farbschicht deine Tarnlackierung deckend aufzutragen - das bekommt man mit den stark verdünnten Farben nicht hin!! Versuche lieber mehrere dünne Farbschichten übereinander zu legen. So kann man zum beispiel eine
Vorschattireung durchscheinen lassen. Dauert zwar länger - ist die investierte zeit aber auf jeden fall wert.

Als Alternative kannst Du ja auch die Revell Aquas mit Brennspiritus verdünnen. Wichtig ist die Revellfarbe sehr stark zu verdünnen. Fang am besten mit einer sehr dünnen Farbmischung wenig Druck und 0.2 Düse an. Nimm als Oberfläche eine Matte Grundierung oder einen Zeichenkarton und versuch für Dich die passenden Parameter zu bestimmen - Denn jeder Modellbauer lackiert anders. Was den einen zu höchtleistungen bringt - damit kommt ein anderer nicht klar. Ich habe mit der ersten serie der ModelAir ca ein Jahr rumexperimentiert bis ich damit klar kam und die oben beschriebenen Verdünner gefunden habe

Nimm das bitte nicht persönlich, aber das Lackierbild dass Du gepostet hast erinnert mich an meine anfangszeit

Wenn Du noch Fragen hast - Nur zu

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

18

Montag, 11. Juli 2016, 17:43

Ich hab jetzt als erstes die Airbrush auseinandergenommen und in Spiritus eingelegt und Ultraschallgereinigt. Ich habs dann mal mit der von dir empfohlenen Verdünnung versucht... leider ohne Erfolg :( . Ich habe sowohl Wasser als auch Spiritus ausprobiert. Ich bin echt am verzweifeln... ich weiß nicht ,was ich noch machen soll.

19

Montag, 11. Juli 2016, 19:27

Hallo BF109profi
Hast Du reinen Spiritus für die Vallejos genommen? Vorsicht! bei reinem Alkohol neigen die Vallejos dazu Flocken zu bilden (sieht ein wenig aus wie geronnen) und dann bekommt man das ganze nicht durch die Gun. Wie siehr denn der Sprühkegel aus wenn Du nur Wasser oder Verdünnung
durch die Gun jagst?? ist es ein gleichmässiger Nebel oder Stockt oder spuckt die Gun?? probie mal aus und gib bitte ein Feedback

MFG Thorsten
Wir die Wissenden, geführt von den Unwissenden, haben schon so viel mit so wenig erreicht, dass wir prädestiniert sind alles mit nichts zu erschaffen.

20

Dienstag, 12. Juli 2016, 00:10

Hallo unbekannter,

bei solchen Problemen muß man mehrere Faktoren berücksichtigen. Ich möchte mich jetzt in keinster Weise als selbsternannter Airbrush-Profi verstanden wissen, aber durch viele Rückschläge konnte ich in letzter Zeit einige Erfahrungen mit den Vallejo-Farben sammeln.

1. ich verdünne sie ausschließlich mit dest. Wasser und schüttle die Fläschchen ca. 1 min lang um eine homogene Flüssigkeit zu erhalten, die Konsistenz sollte wie Milch sein. Manchmal schüttelt man die Farbe einfach nicht lang genug und es sind immer noch Flöckchen in der Suppe. Unterstützend kann man auch ein bis zwei kleine Edelstahlkügelchen mit in die Flasche geben. Fensterreiniger etc. enthalten oft Alkohol was zum ausflocken führen kann. Man kann auch aus Lackiersieben passende Scheiben ausstanzen, die man zwischen Körper und Dichtung legt, ehe man den Farbbecher aufschraubt - somit ist schonmal ausgeschlossen dass größere Partikel die Düse fast oder ganz verstopfen.

2. der Druck, mit dem gesprüht wird, sollte zwischen 0,8 und 1 bar liegen. Ich stelle meinen Regler ggf. auf max. 1,5 bar Ruhedruck, was einem Arbeitsdruck von 1,3 bar entspricht. So ist es zumindest bei meinem AS-186A, da fällt der eingestellte Druck beim betätigen der Gun um 0,2 bar ab.

3. du schreibst, dass die Evo 2 in 1 zum Einsatz kommt. Vielleicht hast du auch die Nadel-Düsen Kombination untereinander vertauscht? Die 0.4 mm hat auf der Düse mittig eine Rille und auf der Nadel am hinteren Ende eine Nut/Kerbe. Hier mal ein Vergleich zwischen 0,2 mm und 0,4 mm

4. das Verhältnis zwischen Farb- und Luftmenge sowie der richtige Abstand von der Gun zur Oberfläche muß passen --> üben, üben und nochmals üben

5. wenn die Linien besonders fein werden sollen, kann man auch die Nadelschutzkappe abschrauben aber dann besonders gut aud die Nadelspitze aufpassen :du:

Das sind jetzt nur Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Manchmal ist man geneigt daraus eine Wissenschaft machen zu müssen, aber wenn man nur ein paar relevante Fakten brücksichtigt flutscht das ganze. Abschließend möchte ich noch anmerken, dass hier zum Thema Airbrush, Farben etc. eine gewisse Redundanz vorhanden ist.
Einfach mal auf der Startseite oben rechts ein bis zwei und es werden (fast) alle Fragen beantwortet. ;)

beste Grüße
Christian

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