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Sonntag, 3. Juli 2016, 14:18

Petzi baut ein Schiff (aus Pappmache)

Guten Tag allerseits,

ich (42, aus der Gegend von München) bin neu hier im Forum und habe mich angemeldet, um ein bißchen Feedback und Anregungen für mein Projekt zu erhalten.
Kurz zu den Baubedingungen:
1. ich möchte für und mit meinem Sohn (5) ein Schiff bauen. Es soll zunächst nur Motorbetrieben sein, ohne Fernsteuerung, später soll eine nachgerüstet werden. Geradeausfahren zum hin und herschwimmen am Ufer reicht vorerst.
2. ich habe wenig Platz und keine Werkstatt, weshalb Holz und Epoxy (wegen dem Geruch) wegfällt.

3. da ich im Formenbau gute Erfahrungen (Stabilität etc) mit Papp/Textil-Mache gemacht habe, versuche ich es hiermit. Ein ähnliches Projekt habe ich auf dieser Seite bereits gefunden, deshalb habe ich gute Hoffnungen dass es klappt ;)

4. die alten Hasen (40+) unter Euch erinnern sich vielleicht noch an den kleinen Bären Petzi, der mit seinen Freunden Pelle, Pingo, und Seebär ein Schiff gebaut hat und darauf jede Menge Abenteuer erlebt hat. Dieses Schiff möchte ich nachbauen. Es muss nicht exakt und 100% gerade sein. Sprich, schleifen etc kann ich mir ersparen. Die Comics sind ja auch von Hand gezeichnet ;)

Fotos vom im Bau befindlichen Rumpf folgen in Kürze.

Meine erste Frage vorweg: wie bekomme ich den Durchlass / das Loch im Rumpf für die Antriebswelle denn dicht? Ist das nicht auch bei GFK Rümpfen oder Holz Rümpfen schwierig?

Grüße und vielen Dank für Euer (gern kritisches) Feedback.

2

Sonntag, 3. Juli 2016, 14:53

Hallo Petzi,

bin jetzt auch kein Profi in Sachen RC bzw. Funktionsmodellbau, aber die Antriebswelle steckt normalerweise in einem Wellentunnel, ich glaube dass dieser gut gefettet ist und dadurch wasserdicht ist.
Den Wellentunnel selbst steckst du dann durch das "Loch" im Rumpf und kannst ihn bestimmt mit Dichtstoff (Silikon o. ä.) dicht machen.

Denk aber dran, dass du dann auch für später gleich noch das Ruder mit vorbereitest!

Aber wie gesagt, alles Angaben ohne Gewähr.

PS.: Tolles Projekt!
Momentan im Bau:
Verschiedene Projekte und Dios in 1/72 & 1/35
In Planung:
zu viele...

3

Sonntag, 3. Juli 2016, 14:54

hier nun ein paar Bilder

zunächst hier ein Link zu dem Schiff
http://www.petzi-forschung.de/petzi_1990-text.html

und unten folgen nun die Bilder von unserer MARY

Natürlich kann das Schiff nicht so aufwändig gebaut werden wie Eure Meisterwerke, bitte beachten, mein Kleiner ist 5, da kann man sich nicht tagelang in Details vertiefen. Und Ausschneiden und Kleben geht nunmal leichter als Sägen, Feilen, Schläfen, Spachteln, ;)

Hauptsache es schwimmt, und sieht hübsch aus.






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4

Sonntag, 3. Juli 2016, 15:19

Mahlzeit Petzi (meine Freundin wird auch so genannt),
die Schraubenwelle wird durch das sog. Stevenrohr nach aussen geführt,ist Lagerung und Dichtung in einem und ist eines der wenigen Bauteile,die sogar von denen,die sonst wirklich alles selber bauen,gekauft werden (meistens...).Das Teil bekommst du in verschiedensten Abmessungen im RC-Fachhandel für kleines Geld,sollte allerdings zu Schiff und Motor passen,ein guter Fachhändler wird dich da gerne beraten.Beispiele,wie sowas aussieht,findest du hier im Forum massenhaft.

Schönes Projekt,wünsche gutes Gelingen!
Ein guter Rat des Vaters an den Sohn:
Halte stets mit allem Maß-mit dem Essen,dem Trinken und dem Arbeiten.Vor allem mit dem Arbeiten.
-Otto von Bismarck

Hubra

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5

Sonntag, 3. Juli 2016, 16:07

Hallo Petzi.

Du mußt deinen Beitrag noch mal bearbeiten, da Du die Bilder nur als Dateianhang hier eingestellt hast.
Den Cursor mußt Du immer zu erst an die Stelle setzen wo das Bild hin soll.
Erst dann darfst Du das Bild mit klick auf das Papier Symbol einfügen.
Ansonsten werden die Bilder nur angehangen, daß erkennt man an dem weißem Rand, der um das Bild zu sehen ist.

Das erste Bild habe ich mal für dich eingefügt, damit Du sehen kannst wie es Aussehen muß.

Alles nähere findest Du im unteren Link beschrieben.

Gruß Micha.


Das richtige einstellen der Bilder in eure Beiträge wird hier gezeigt.

6

Sonntag, 3. Juli 2016, 19:29

Hallo Petzi :wink:

ein recht ungewöhnliches Projekt und vielleicht für den Lütten was zum schauen und mitmachen. :respekt: :dafür: Irgendwo musst du aber dann doch mit Lacken arbeiten, sonnst bekommst du den Kahn nicht Wasserfest. Na mal schauen, es gibt ja RC-Kartonmodellschiffe.
Was die Wellenanlage angeht, da gibt es so ganz schön alles. Zum Einkleben kann ich Silikon nicht empfehlen. Im allgemeinem nehme ich Stabilit-Express, ein 2-K-Kleber. Wird in paar Minuten fest und lässt dich auch in kleinen Mengen anrühren (also ein Streifen aus der Tube gedrückt - ca. 2,5 cm lang - kleiner Messlöffel Härterpulver und schnell gut rühren). Es reicht vollkommen wenn du das am Durchbruch aufbringst. Dafür kannst du mal paar Minuten vor die Tür gehen, also wegen dem Geruch.
Schwierieger wird es sein, den Motor abn der Welle zu befestigen. es gibt Wellenanlagen mir Motorflansch... macht sich prima, du musst nur einen Spannt zur Abstützung einbauen, sonnst drückt der Motor die Welle nach unten.
Das Epoxidharz ist übrigends auch kein Teufelszeug. Es richt leicht aber im Vergleich zu Polyester Harz, wie Lavendel :D

Mir fällt gerade ein, du kannst auch 5 Minuten Epoxidharz zum einkleben des Stevenrohres nehmen. Gibt es im Baumarkt als Spritze oder als Einzeltuben im Doppelpack. Hier wird alles 1zu 1 gemischt und du musst hier nicht auf den Gramm schauen- bischen Augenmaß und gut ist.

Kleiner Tp noch... oder besser Wunsch: Bitte die Bilder richtigrum einstellen.....
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

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7

Sonntag, 3. Juli 2016, 19:39

Ich finde die Idee klasse, zudem ich Petzi auch sehr gerne gelesen habe. Ich bleibe hier mal sitzen.
Was hat der arme Horatio verbrochen dass ihr ihn, diesen Hänfling zur See schicken wollt? Suckling 1771

8

Sonntag, 3. Juli 2016, 21:26

vielen Dank für die Rückmeldungen.
auf meinem Computer sind die Fotos richtigrum.. das is ja seltsam..

Wir haben vor 2 Wochen aus aufgeschnittenen Tetrapacktüten schon ein Schiffchen gebaut. Mit Künstleracryl angemalt. Die sollen ja wasserfest sein, aber die Farbe geht im Wasser ab. Wie die Haut auf der Milch. Also hab ich heute Klarlack auf Acrylbasis aufgebracht. Das hält, aber der Klarlack wird milchig. Nach dem Trocknen ist er wieder Transparent. - Beides, die Farben und der Klarlack sind also wohl nix fürs Boot.

Statt Epoxidharz hab ich Flüssigkunststoff gefunden, Hab mir mal ne kleine Dose mit nach Hause genommen. Is eigentlich für Treppen und Wandanstriche im Innen und Aussenbereich usw gedacht. Mal testen.

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9

Sonntag, 3. Juli 2016, 21:45

Wie ich auf einem von Deinen Bildern sehen konnte klebst Du auch alles mit Uhu. Das wird im Wasser auch leider nicht halten.
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10

Sonntag, 3. Juli 2016, 21:49

Es gibt viele Hersteller wie z.B. Graubner die einzelne, fertige Rümpfe verkaufen. Das ist dann nur der Rumpf, ohne Deck, ohne alles. Den Rest von dem Schiff könnt ihr beide ja dann immer noch zusammen selbst bauen. Aber Du hättest wenigstens einen stabilen, wasserfesten Rumpf wo sich nicht nach kurzer Zeit auflöst.
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11

Sonntag, 3. Juli 2016, 21:53

Oder schau mal hier sind auch welche dabei

http://www.steinhagen-modelltechnik.de/
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12

Montag, 4. Juli 2016, 01:10

Moin Petzi

Wenn ich mich hier mal ein klinken darf ..

So wie ich es verstanden habe ist dein Modell aus Karton oder Papmasche und soll Schwimmen..

Dazu folgendes von meiner Seite..Jede Farbe die auf Wasser Basis beruht ist unbrauchbar egal ob Künster Acryl oder Wasserbasierende Lack Farbe in der Dose.
Wenn du einen Baumarkt hast kaufe die zum Lackieren Öl basierende Acryl Farbe und ist diese Trocken am Modell nimm so deR Markt das hat ..(Sollte er wenn er gut ist) Bootslack . Selbiges ist ein Klarlack für wie deR Name sagt Boote und wird im Wasser nicht Milchig.
habe ich selbst schon getestet .

Für den Rumpf kann ich dir weniger empfehlen..ev könnte es funktionieren mit wasserfesten Leim den du auf den Rumpf streichst..aber würde ich erst an einem Abfall Stück testen.
So das klappen sollte müste dann über den getrockenten Leim die Farbe..
Ich baue RC Modelle eigentlich nur mit Epoxy Harz und Fieberglas Matte sowie Spachtel daher habe ich damit eigentlich so keine Erfahrungswerte.
Wäre aber meine Idee wenn man das weg lassen wollte.

Für Innen würde ich folgendes vorschlagen..Bestreichen mit Wasserfestem Leim deckend ggf mehrlagig ebenso wie Außen..
Nach dem austrocknen ein Holzbrett ein kleben am besten Multiplex weil wiederstandsfähiger gegen Feuchtigkeit.. Dicke ca 4-6 mm gibt's auch im Baumarkt
Diese sollte als Montage Platte für den Motor dienen und den Accu.
(Motor und Accu sollten höher liegen als die Antriebswelle da man nie ausschießen kann das nicht doch Wasser durch die Welle rein kommt .
Vom Motor ein Kardan Gelenk auf die Welle wegen der Neigung der selbigen.
Die Länge von Steven Rohr und Welle käme dann drauf an wieviel Platz du da hast.
Wellen Durchmesser bezogen auf das eher leichte Gewicht des Schiffes ..sollte M4/M5 locker reichen.
Dazu eine 30iger oder 40iger Schraube .(Solle bei deinem Schiff völlig reichen da es vermutlich recht leicht wird mit wenig Tiefgang.
(Bei fehlendem Fachhandel für Spezielle Teile kannst du auf-- Krick Modelltechnik--- sicher finden was du brauchst).

Und zum absichern solltest du das Boot wenn mit Wasserfestem Leim bestrichen und getrockent eine Weile in die volle Badewanne setzen.
mit Motor Accu und Schraube.. Da kannst du auch gleich mit kleinen Blei Kugeln das Boot trimmen damit es gut im Wasser liegt und nicht kentert.
Ach ja nur als Vorsicht weil ich nicht weis wieweit du dich auskennst..Motor und Accu sollten auf der Platte Halt haben damit sie nicht verrutschen können..
Motoren kann man meist mit einem Halter kaufen und anschrauben.. Accus je nach bauart auch oder man macht einen kleinen Holzrahmen um die Lageposition des Accus.
Den Wellentunnel ..wie hier schon geschrieben mit Stabilit 2 K Kleb einbetten und für die Blei Gewichte zum Trimmen..
Am besten eine kleine nische bauen wie eine Schachtel..an beiden Seiten des Rumpfes innen und die Gewichte gleichmäßig einfüllen .
Soviel und solange bis das Schiff so im Wasser liegt wie gewünscht..
Das Ruder sollte direkt Beweglich eingebaut werden wenn das Schiff später über RC gehen soll. Man kann das Ruder vorher leicht über den Ansteuer Winkel am Rumpf innen fixieren wenn es erst starr bleiben soll.

So ich hoffe das dir das etwas weiter hilft bei deinem Modell.

Ach ja.. ev solltest du einen Elektrischen Drehzahlregler einbauen damit das Boot für deinen Sohn im Wasser nicht ab dampft wie ein Zerstörer auf Feindfahrt wenn er den Motor an macht...
Und wegen Flüssig Kunststoff.. das zeug habe ich gerade auf meinem Balkon genommen zum versiegeln. Wasserfest ist es aber an einem Modell für deinen Sohn ? Sorry find ich keine gute Idee zumal es nicht völlig hart wird also ergo nicht tragfähig für Acryl Lacke.

13

Montag, 4. Juli 2016, 07:42

vielen Dank für die zahlreichen Anmerkungen.

Ich habe auch gleich ein paar Gedanken bzw Fragen dazu.

@Sweaty:
mit Uhu Alleskleber habe ich nur das "Gerüst" aus Karton gebastelt. Das ist quasi die Form. Darauf wurde dann das Papp/Textilmache geklebt. Ich habe nicht vor, dass Wasser ins innerer des Bootes kommt. ;) - Gegengedanke: wenn ich die Kartonteile mit wasserfestem Leim verklebt hätte, und dann in Wasser getunkt hätte, hätte sich der Karton trotzdem aufgelöst. ;) - Aber natürlich soll auch innen noch ein wasserfester anstrich angebracht werden.

@Marinehamster:
jetzt bin ich einigermaßen verblüfft. Acrylfarbe ist zwar wasserverdünnbar, trocknet aber wasserfest aus. So jedenfalls habe ich das gelernt und so steht es auch hier und auf der Packung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Acrylfarbe

Auch muss der Untergrund für eine Acrylfarbe nicht fest sein. Auf Leinwand kann ich auch wunderbar malen. Aber vielleicht denke ich hier auch zu sehr als Maler, und du meinst was anderes. Bin ziemlich unwissend was Schiffsmodellbau angeht ;)
Warum ich den Bootslack nicht genommen habe: es stand auf der Packung "für Holz" .. und ich hab ja kein Holz. Muss nochmal genauer schauen was es da so gibt.

Das mit dem wasserfesten Leim ist einge gute Idee. Habe ich teilweise auch schon in die Klebemasse für die Maché eingemischt. Werde ich noch in schichten extra aufbringen.
Was den Motor angeht, die Idee mit dem Holzbrett ist gut, das werde ich so machen.
Da der Rumpf etwas "strömungsungünstig" ist, und um die Schiffsschraube etwas im Rumpf zu verstecken, hatte ich vor, den Rumpf achtern unten auszuschneiden und ein (ggf halbiertes) Kunststoffrohr nach unten offen einzukleben. Darin soll sich der Propeller drehen. Somit ist mehr Raum vor der Schraube um Wasser zu ziehen. Auch beider Rückwärtsfahrt strömt das Wasser so nicht gleich an den Rumpf und die Schraube ist auch "geschützt" vorm hingreifen. Quasi ein "halber Jet" Antrieb. Ist das Unsinn?

40mm hatte ich auch angedacht. 4 Blätter und ein langsamdrehender Motor. Von Bühler ?
diesen Link hier dazu fand ich ganz spannend:
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&…126130881,d.ZGg

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14

Montag, 4. Juli 2016, 08:10

Jede Menge Experimente. Dann wohl doch besser einen Fertigrumpf ;)
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Montag, 4. Juli 2016, 10:08

aber gerade der Rumpf is doch das spannende. Schwimmt es? ist es dicht? Und so. - Klar, einfacher und exakter wäre ein Fertigrumpf. Aber das will ich ja gerade nicht.
Das Risiko dass es schiefgeht nehme ich in Kauf. Aber wird schon irgendwie werden. Deshalb bin ich ja hier ;)

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16

Montag, 4. Juli 2016, 14:32

Klar, irgendwie geht es immer. Kann mich auch sehr gut in dich rein versetzten. Habe zwei Patenkinder in dem Alter, da läuft es genau so. Also dann, auf jeden Fall einen anderen Kleber.
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17

Montag, 4. Juli 2016, 18:19

Moin Petzi

Ich denke ja du bist da etwas zu sehr im Maler Bereich unterwegs mit deinen Farb Gedanken..

Die Acryl Farbe die du mir gepostet hast kenne ich..an sich schon Wasserfest wen nes um feuchtes Reinigen geht zb Staub entfernen..
Allerdings willst du ein Schiff bemalen das mitunter ev ne halbe Std oder mehr im Wasser liegt..

Und da sollte es dann doch gute altmodisch ÖL Farbe sein..und nichts Wasser lösliches.
Darum habe ich auch geschrieben.. diese Öl Farben halten nicht so gut auf weichem Untergrund da sie meist hart austrocken..wie man sagt Kratzfest..
Aus meinen Erfahrungen raus gesagt würde ich sie nicht auf Flüssigen Kunststoff oder sowas wie Silikon streichen..

Aber wie sagt man.. Versuch macht kluch.. Mal was von der Künstlerfarbe auf sagen wir en Stück Holz lass es trocknen und legs danach ne std in Wasser .
Wenn sie Fest bleibt ok ..Wenn nicht bekommst du bunte Finger .

Und das mit dem Rohr und dem Propeller ...Machs nicht so kompliziert..Das Heck sollte eh Flacher sein als der restliche Rumpf eben wegen dem Propeller .. häng einfach einen Schottantrieb rein damit kannst du dann im Regelfall auch später das Schiff manövrieren da die Drehbar sind.
so fällt das Ruder auch weg..weniger Löcher weniger Wasser .
Wobei natürlich die Frage ist ob du für die dazu nötige Mechanik am Heck genug Raum eingeplant hast zwischen Rumpfboden und Deck unterkannte.... (Drehzahl Regler würde ich aber trotzdem verwenden)..



Übrigens.. hab ich das richtig verstanden du machst Kiel und Spanten aus Karton und willst das dann mit Stoff Papier Machegemisch Bahnen bespannen bzw bekleben ?
Ach ja Bootslack.. Du kannst mir glauben der hält nicht nur auf Holz.
Allerdings wenn du Glanz Lack auf Öl Basis nimmst zum anstrich des Rumpfs brauchst du eh nicht unbedingt noch Klar Lack drüber..
Wichtig ist das der Rumpf fest wird..er darf sich weder bei Wasser noch bei Wärme verformen lassen..

18

Montag, 4. Juli 2016, 18:50

Hallo

Nur mal so kurz zur Info vom Fachmann, so wie EinerMeiner is: Acryllacke sind wie Kunstharzlacke nicht reversibel und somit Wasserfest. Autoindustrie verwendet diese schon seit Jahren, sie werden im Handwerk im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt, selbst als Rostschutzmittel werden solche Lacke angeboten.
Den Nachteil, den ich bei der Verarbeitung mit Pinsel und Rolle finde, ist der schlechte Verlauf.

Also kannst du getrost damit dein Papmache streichen. Wenn der Rumpf richtig durchgetrocknet ist, solltest du das Boot auch von innen streiche.

Das die die Farbe von dem Tetrapack abgefallen ist kommt daher, dass das Papier leicht Wachshaltig ist. Hier wäre ein Primer zur Haftvermittlung notwendig. Das 2.Problem ist die Flexibilität des Untergrundes. Die Verformungen beim Drücken kann der Lack nicht mitmachen, dazu ist er zu zäh.

Als Antrieb würde ich zu einem klasischen Schraubenantrieb und Ruder tendieren. Der Schottelantrieb ist schon eine Nummer für sich und setzt gewisse Technik voraus. Solange Ruderkoker und Stevenroh im Rumpf über der Wasserlinie liegen kommt kaum Wasser rein.
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

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19

Montag, 4. Juli 2016, 20:49

klasse, so viele Infos. Das mit der Wachshaltigen Oberfläche leuchtet ein.

Was den Schottantrieb angeht: gute Idee. werd mir das überlegen. wenngleich das nichts mehr mit dem Original zu tun hat und vermutlich auch nicht billig ist.
Das Heck ist im Original nicht flacher als am Rest des Rumpfs. Es ist überall gleich hoch. deshalb die Idee, in der unten einen "Kanal", sagen wir 10cm lang, 4-5cm hoch, auszuschneiden und dort die Schraube/Welle anzubringen. Bin noch unschlüssig.



hier sieht man den Rumpf mit Holzleim (wasserfest) eingestrichen. Das zieht kurz an, dann kommt der Rest Pappmachekleber-Mixtur drauf. Darüber lege ich diese Baumwolltücher. Die sind flexibel, halben aber gut zusammen und lassen sich hervorragend verarbeiten. werden auch schon glatt und lassen sich gut legen. Saugen sich voll Leim und werden entsprechend hart
- Es würde mich interessieren, wie das mit Epoxy im vergleich zu Glasfasermatten würde, aber wie gesagt, keine Glasfaser, kein Epoxy bei mir in der Wohnung :)

Was habt ihr denn für "geruchsarme" Alternativen zu diesem Flüssigkunststoff, ausser Epoxy.. Gibts da was?

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20

Montag, 4. Juli 2016, 21:22

Na gut Torsten wenn du da Fachmann bist in Farben weist du mehr als ich.

Ich selbst würde halt bei Schiffen keine Lacke nehmen die auf Wasser basieren
Aber das is halt meine Sichtweise.. @ Petzi ..denke es ist am besten du testest beides an einem Probestück das nicht am Schiff ist und schaust was dir besser gefällt .

Und das diese Propeller wie ich sie da gezeigt habe ganz im wasser liegen sollten sollte doch eigentlich der normal Stand sein oder ?

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21

Montag, 4. Juli 2016, 21:50

Schau mal hier, zumindest Lösungsmittelfrei...


http://kemper-system.com/uploads/PDF/Deu…pur_fliesen.pdf
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22

Montag, 4. Juli 2016, 22:07

Und den Schottantrieb vergiss wieder. Das soll doch das Petzischiff werden und nicht ein Hafenschlepper der neuesten Generation. Wir wollen schon am "Original" bleiben.
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23

Montag, 4. Juli 2016, 22:31

Hallo Petzi,

Manche Experten nutzen eine Damenstrumpfhose zum laminieren. Wichtig ist die Armierung im Harz, ähnlich wie bei Stahlbeton.

Nun kenn ich Petzi nicht, aber das Boot erinnert mich an einen Clydepuffer oder Binnenschute. Die fahren auch mit ganz normaler Schraube und ohne Tunnel.
Schau mal bei Tante G nach, da findest du sicher paar brauchbare Bilder.

@Marinehamster. Wasserbasierend hört sich komisch an und ist nicht wirklich gute Bezeichnung. Es kommt Irrtümern dollster Art. Wichzig ist das Bindemittel, hier also Acryl, eine Art von Kunststoff. PU Lacke gibt es auch modifizierte und werden für Parkettversigelungen genutz, ohne dass sie riechen aber Knochenhart sind.

@Sweaty.... :ok: Das Antriebskonzept würde ich auch so sehen. Und mögldichst nicht Übermotorisiert, sonst hebt der Kahn auch noch ab....
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

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24

Dienstag, 5. Juli 2016, 07:33

gut, also einfach eine Schraube hinten dran. Kann das Ding damit Rückwärtsfahren? Also stört die Heckwand nicht? Da strömt das Wasser ja gegen. Bzw bei Vorwärtsfahrt "fehlt" Wasser zum anströmen.
Oder liege ich falsch? Die Heckwand ist einfach eine senkrechte Wand..
Zur Motorisierung: habt ihr einen Vorschlag zur Motorisierung? Habe Quasi nen Conrad fast direkt vor der Nase. Aber sicher gibts hier auch Modellbaushops und zur not auch die Bucht.
5kmh wäre wohl das Maximum was das Ding fahren sollte. - Wie gesagt, auf einer Internetseite wurde ein Bühler Motor empfohlen, aber ich kenn mich nicht aus.

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25

Dienstag, 5. Juli 2016, 08:10

Guten Morgen
Ich denke für deine einfachen Bedürfnisse wird die Auswahl bei Conrad reichen. 5 km/h sind aber reichlich viel. Da legt das Boot ja knapp 1,4 m in der Sekunde zurück. Heißt in knapp 3 Sekunden ist es schonmal außer Reichweite. Nach 5 Sekunden gibt es ein richtiges Problem ohne Fernbedienung.
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26

Dienstag, 5. Juli 2016, 09:03

Moin,

erstmal muss ich sagen, dass ich dein Projekt großartig finde. Toll was Du mit deinem Sohn machst. :respekt:

gut, also einfach eine Schraube hinten dran. Kann das Ding damit Rückwärtsfahren? Also stört die Heckwand nicht? Da strömt das Wasser ja gegen. Bzw bei Vorwärtsfahrt "fehlt" Wasser zum anströmen.

Oder liege ich falsch? Die Heckwand ist einfach eine senkrechte Wand..
Rückwärtsfahren ist kein Problem. Es wird wegen des Wasserwiderstandes am Heckspiegel (die senkrechte Wand) natürlich nicht so schnell gehen wie vorwärts. Bei Vorwärtsfahrt fehlt kein Wasser zum anströmen, es ist ja rund um die Schraube da. Es strömt dann nur nicht direkt von vorne, sondern im Anfahrmoment von schräg unten/vorne an die Schraube. Beim Gasgeben aus dem Stillstand wird dein Boot also kurz mit dem Heck tiefer eintauchen (Sogeffekt) aber sobald es Fahrt voraus macht strömt das Wasser mehr von Vorne. Also alles gut und kein Problem.
Ich bin früher bei der Marine 12 Jahre lang Schnellboot gefahren, da war es genauso. Beim Einkuppeln ging der Dampfer achtern erst mal tiefer, kam dann aber wieder hoch.

Ingo
"Kein Kommandant geht fehl, wenn er sein Schiff neben das des Feindes legt"
Lord Nelson


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27

Dienstag, 5. Juli 2016, 13:18

Stimmt Sweaty hat da schon recht irgendwo .
Ich dachte halt an so einen Antrieb oder so in der Art weil du geschrieben hattest die Schraube soll etwas geschützt liegen.

Nimm einen kleinen Motor nehmen zb für einen Rc Krabbenkutter
Diese Motörchen bringen einen guten Drehmoment und haben keine hohe Drehzahl..

Dazu eine Welle M4 mit einer 30iger Schraube da korrigiere ich meine anfängliche Aussage mit Welle M5 und 40iger Propeller etwas runter weil eine 40iger Schraube doch zuviel Druck machen könnte..
Im Bedarfsfall kannst du später immer noch eine 40iger auf die Welle setzen da es diese in M4 und M5 gib ebenso wie andere Größen auch.

Den Elektronischen Drehzahl Regler solltest du aber trotzdem nicht vergessen denn damit kannst du das Schiff so langsam fahren lassen das dein Junge leicht hinterher laufen kann.
Und da E Motoren rechts und links lauf haben würde das Schiff vorwärts und Rückwärts fahren können.
hier solltest du an Deck an einer gut erreichbaren Position (für deinen Sohn gut erreichbar) auch einen Schalter ein fügen für Vorwärts Rückwärts und Stop ..sowas mit großem Kipphebel was er leicht bedienen kann.
nich das dann wie im Buch die Frage kommt.. Papa wieso fährt mein Schiff nicht rückwärts ich hab doch wie Petzi den Motor geschüttelt.... ^^

Ach so und an die Welle dort wo die Schraube ran kommt wasserfester Sicherungskleb für Gewinde bzw Schrauben..
Sonst könnte es ev passieren das sich die Schraube je nach Drehrichtung des Motors von alleine abdreht
Ist mir auch mal passiert.
Und weil Ingo so schön sagte wegen Schnellboot bei Marine..wenn du die Schraube kaufst denk dran du brauchst eine für Verdränger nicht für Torpedoboote.. :D

Übrigens würd ich mir überlegen ob du nicht auf der Platte für Motor und Accu noch eine Befestigung anbaust für den Mast..
Wenn der dann stabil genug wäre könntest du an deR Mast Spitze einen drehbaren Ring anbringen für ein Halteseil damit der Kahn deinem kleinen nicht doch abhaut..
Am Ufer lang ist sicher die Idee..aber einmal falsch geschubst macht das Boot fahrt auf den offenen See.. so es einer ist und falls dann der Accu aufgibt wird dein Junior sicher schimpfen..

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Dienstag, 5. Juli 2016, 20:10

Hallo Petzi :wink:

Vorwärts und Rückwärts... lenken soll es dann auch noch. Ich denke das Umschalten vom Ufer aus könnte etwas umständlich sein. Als es noch keine Funke gab, wurde hier ein Geradeauskurs gefahren, also von Ufer zu Ufer und dabei Tore angepeilt. Je näher man kam um so mehr Punkte gab es. Oder ein Rundkurs.... also im Kreis.
Jetzt kommen noch Motorregler dazu.... ich denke der Weg geht zu einer einfachen Funkfernsteuerung. 2 Kanäle reichen und der Lütte kommt sicher sehr schnell damit zurecht, bestimmt balle besser als die lieb ist. Es gibt ja schon RC - Fahrzeuge für dieses Alter.
Vielleicht habe ich irgendwo die Maße überlesen, aber ein 400 er Bürstenmotor mit 6 Volt sollten reichen.
Na schaun wa ma.
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

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29

Dienstag, 5. Juli 2016, 21:18

So fängt das immer an Petzi,
Da haste mal eine Idee, simpel und einfach, denkst dir nix und sagst das mach ich mal...
...vielleicht ne kleine Frage die Du dann hier stellst...
...und schon haste den Schlamassel. Jetzt sind wir schon bei einer 2-Kanal Funkfernsteuerung. Wird bestimmt auch bald der Tipp fürn Verdampfer kommen damits auch schön aus dem Schornsten raucht.
Mach Dir nix drauss, es ist einfach so ;)
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30

Mittwoch, 6. Juli 2016, 09:25

@ Sweaty

was ist nun daran falsch? Alles fängt mit einer kleinen Idee an.... was man dann daraus macht ist entscheidend.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es echt doof ist seinem Kahn hinterher zu schwimmen und Kinder können sehr enttäuscht sein, wenn das geliebt Modell am Horizont verschwindet.
Gruß, Torsten die Landratte :pc:

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