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Sonntag, 14. Dezember 2014, 13:50

Dauerproblem Orangenhaut bei Dosen(klar)lack

Hallo zusammen,

vermulich ist das der 1000ste Thread zu diesem Thema aber die Sufu hat mir keine Erleuchtung gebracht. Nachdem ich mit Tamiya X22 Klarlack keine wirklich glatte Oberfläche herstellen konnte und mir der TS-Klarlack zu agressiv ist, habe ich mich zum Versiegeln eines Modells an den 2-Schicht Klarlack von Dupli versucht. Dank Anwenderfehler hatte ich mir die Karo versaut, da der Klarlack den darunter befindlichen Basislack (Dupli Auto Spray Classic) angegriffen und zersetzt hatte und sogar die Tamiya Grundierung angegriffen wurde.

Soweit so gut. Nun hatte ich aus dem Hause Dupli den Aerosol-Art Lack (Nitro-Kombi) auf einem Streifen Polystyrol getestet (noch eine Karo geht mir zu sehr ins Geld). Als Basis habe ich wieder Tamiya Grundierung verwendet. Das Ergebnis war einwandfrei, schön glatt und ein ordentlicher Tiefenglanz (leider habe ich kein Bild davon). Dann habe ich den Aerosol-Art Klarlack aufgetragen, 3 dünne Schichten aufgenebelt (zeitl. Abstand ca. 2 Minuten je Schicht und schließlich einen stärkeren Farbauftrag. Der Glanz war schon ordentlich und der Basislack wurde nicht angegriffen aber es gab eine leichte Orangenhaut. Also vorsichtig mit Mirco Mesh Leinen 6000er & 8000er geschliffen und anschließend nochmals klar lackiert. Trotz eines wirklich planen Untergrunds wurde die Oberflächte wieder leicht uneben. Hier mal 2 Bilder vom Stand der Dinge:





Woran kann es liegen? Dümmster anzunehmender User? Der Basislack war Top aber mit dem Finish stehe ich immer auf Kriegsfuß und es kann doch nicht sein, dass ich immer schleifen muss? Auf einem Sheet-Streifen mag das ja noch angehen aber bei einer Karo wird es dann schon schwieriger.

Oder gibt es noch andere empfehlenswerte Alternativen? Vallejo soll ja ganz toll sein, habe ich aber Null Erfahrung. Bei 2K Klarlack von Standox o. ä. scheue ich den Chemie-Einsatz... Was wären Eure Tipps?
Viele Grüße,
Andreas

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Mittwoch, 17. Dezember 2014, 09:41

Guten Morgen Andreas,

Klaralck ist immer so ein Sache. Mit dem werde ich auch nie Freund. Habe derzeit einen 2 K EcoSpeed Klarlack da von Starpaint. Und der ist Mega Böse. Da hatte ich auch schon eine chemische Reaktion mit meinem Verdünner.

Denke das Problem mit deiner Orangenhaut liegt in deinem Auftrag.
Dann habe ich den Aerosol-Art Klarlack aufgetragen, 3 dünne Schichten aufgenebelt (zeitl. Abstand ca. 2 Minuten je Schicht und schließlich einen stärkeren Farbauftrag.
Klarlack wird Nass aufgetragen. Ist ja nicht wie ne Airbrush Pistole. Nur so kann er richtig verlaufen. Die erste Schicht antrocknen lassen und eine 2 te Schicht Nass drauf. Das ganze gut durchtrocknen lassen. Eventueller Staubeinschluss mit 3k Nasspapier weg schleifen und eine weitere Schicht Klarlack drauf. So mache ich es bei meinen Customarbeiten immer. Ok Harley, Motorhauben und Co gehen zum lackierer, aber das andere mach ich zu Hause.
Eventuell mit deinem Teil mal den Lackierer um die Ecke besuchen und den mal Fragen. Die helfen bei sowas gerne mal mit ein paar Tipps weiter.

Gruß Stefan

h@mmerhand

unregistriert

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Mittwoch, 17. Dezember 2014, 22:41

Hallo Andreas,

Zu den beschriebenen Problemen möchte ich folgendes bemerken. Dosenlackierung ist eigentlich nicht für den Modellbau, zumindest in kleinen Maßstäben, gedacht. Selbst bei der Fahrzeuglackierung ist es nur ein Notbehelf für die Reparatur. Auch wenn verschiedene Hersteller (Tamiya) solche Sachen anbieten, würde ich das nicht als 1. Wahl sehen. Es gehört sehr viel Übung dazu aus einer Dose sauber zu lackieren, zumal man ja nur ein Ventil öffnet und schließt. Natürlich kann man durch erwärmen der Dose den Druck erhöhen, aber so fein regelbar wie eine Airgun wird das niemals. Folglich ist das Ergebnis selten optimal. Hinzu kommt, wenn man mit Baumarktfarben arbeitet, das diese nun wirklich nicht für Polystyrol ausgelegt sind. Die Lösungsmittel fressen sich so durch alles durch und der Frust ist groß. Ich habe irgendwann für mich entschieden bei meinem Hobby nicht "Geiz ist geil" zum Motto zu machen und verwende nur aufeinander abgestimmte Modellbaufarbsysteme, auch wenn diese etwas teurer sind. Es ist doch wirklich schade, wenn nach wochenlanger Arbeit beim Lackieren alles zum Teufel geht. Was Oberflächen betrifft, so kommt man für ein optimales Ergebnis um eine Nachbehandlung des Lackes nicht herum. Schleifen, polieren und versiegeln mit Schutzwachs gehören, wie auch im Fahrzeugbereich, dazu.

Grüße vom Sachsenring

HH

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