Sie sind nicht angemeldet.

Bau abgebrochen: Revell Stalinorgel in 1:35

1

Samstag, 9. April 2011, 13:28

Revell Stalinorgel in 1:35

Revell Russian BM-13 "Stalinorgel"/"Katoiusha" in 1:35


Durch das lesen eurer Bauberichte habe ich schon so viel gelernt, - wie viel muss ich da erst lernen wenn ich selber mal einen Baubericht erstelle :)
Mein Testobjekt für den ersten Baubericht ist der oben gezeigte Bausatz. Eigentlich bin ich ja nicht der Militärfreak und der Maßstab liegt mir eigentlich auch nicht, - aber als Testobjekt taugt der allemal.
Nun frohen Mutes an Werk.

Die Bauabschnitte 1 und 2 sehen auf den ersten Blick echt unproblematisch aus, - es sei denn man hat so wie ich noch keinerlei Erfahrung und Referenzobjekte.
Wenn ich mir die Teile 5 und 7 so anschaue und die Bauteile mit dem Bild der Bauanleitung vergleiche bekomme ich schon den ersten Horror. Irgendwie unterscheiden die sich schon in der Grundform. Was muss ich da versäubern und was muss unbedingt erhalten bleiben. Eine Netzrecherche brachte mich auch nicht wirklich weiter. Leider hab ich es versäumt von den besagten Teilen Fotos zu machen. Die Idee mit dem Baubericht ist mir erst beim bauen gekommen. Also mit dem Mut des Tapferen einfach nach Gefühl drauf los. Wird schon irgendwie klappen, - und wenn nicht, so wichtig werden die beiden Teile wohl nicht sein. Zum anderen befinden die sich am Fahrzeugrahmen und sind in der Vitrine eh nicht zu sehen.

Bauabschnitt 3
Die ersten Querstreben und Aufnahmeplatten werden mit dem rechten Rahmenteil verbunden.
Einzig Teil Nummer 2 bereitet mir Sorgen. Von dem H-Profil der Querstrebe habe ich anscheinend beim säubern einseitig etwas zu viel abgeschmiergelt. Jetzt fehlt mir unten etwa 1mm Materialstärke so das dass Bauteil nicht winkelig in die Aufnahmeöffnung passt. Hinterfüttern ist mir zu kompliziert, - oder besser gesagt dafür bin ich zu sehr Grobmotoriker.
Also mit Augenmaß einkleben und hoffen das die linke Rahmenhälfte ohne Zug und Druckspannung angebracht werden kann. Gleich zu Anfang solche Fehler, stimmen mich nachdenklich. Mal schauen was ich aus dem Modell mache. Eigentlich ist 1:24 mehr mein Maßstab. Die Bausätze in 1:35 oder kleiner sind für mich zum Glück bloß Übungsmodelle an denen ich verschiedene Kleber und Klebetechniken, sowie diverse Farbesorten ausprobieren möchte. Ich verspreche mir davon etwas Übung und Erfahrung so dass ich meine 1:24 Bausätze vernünftig hinbekomme. Wenn ich eins meiner Übungsmodelle versemmel ärgert mich das nicht so als wenn ich einen 1:24 Bausatz versaue. Dies soweit nur als Hintergrundinfo, für den Fall das sich jemand fragt warum ich mich mit solchen Maßstäben rumquäle.



Weiter geht es mit Bauabschnitt 4.

Die Ölwanne (15) – zumindest denke ich dass dies Bauteil die darstellen soll – die Frontquerstrebe (13) sowie Bauteil 9 werden zwischen den Rahmenhälften angebracht.



Siehe da, der nächste Fehler. Beim raus trennen vom Gießast habe ich wohl wieder geschlafen. Ein klitzekleines Teil welches ich als Gießfehler angesehen habe, hätte stehen bleiben müssen. Also zukünftig erst sorgfältig die Bauabschnitte studieren und die Bauteile genau anschauen.



Ist leider nicht das erste mal das mir solch blöde Patzer passieren. Nun ja, ist nicht mehr zu ändern. Alle Teile werden mehr schlecht wie recht verklebt. Ich habe übrigens festgestellt das Sekundenkleber nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist. Die Teile haften sofort und man hat nicht mehr viel Möglichkeiten zum ausrichten. Hier verhält sich der Revell Bastelkleber wesentlich günstiger. Man hat nach der ersten Fixierung noch genug Möglichkeiten eine gewisse Ausrichtung vorzunehmen. Also beim nächsten Modell, die eine Rahmenhälfte mit Sekundenkleber, - haftet sofort – und die andere Hälfte mit Bastelkleber. Der hat zwar eine längere Anziehzeit, aber dafür kann man kleine Fehler noch aus bügeln. Ganz schlecht ist es wenn man bei der Sekundenkleberhälfte nachträglich etwas mit sanfter Gewalt richten muss. Diese leise „Knack“ ist ein perverses Geräusch. Aber so hat man auch mehr von einem Bausatz, - man kann/muss einzelne Bauabschnitte öfter wiederholen. Das bringt Übung und da kommt Freude auf.
Das Grundgerüst steht somit. Muss zwar noch auf die Rahmenrichtbank, - aber im Krieg haben die sich solche Nebensächlichkeiten bestimmt auch geschenkt. :D



Hauptsache rollt und schießt. Also habe ich mich spontan entschlossen ein „authentisches“ Modell zu bauen.

Bauabschnitt 5
Die vordere Stoßstange (17) und hinten die Anhängekupplung (16) sind schnell angebracht.
Entweder habe ich wirklich so ein „Modellbautechnisches“ Unvermögen, oder die von Revell wollen mich ärgern. Was das Gewinde an der Anhängekupplung soll entzieht sich meiner Logik. Vielleicht bekomm ich ja im laufe des Baus die Erleuchtung. :idee:



Bauabschnitt 6
Die vorderen Blattfedern (26 + 21)werden angebracht.
Leider haben sich die Gussmarken die unmöglichsten Stellen ausgesucht. :cursing:



Abschaben mit dem Skalpel geht nur bedingt, Feilen fällt weg weil sonst die kleinen Schraubenkonturen mit dran glauben. Also so gut es eben ging, geschabt und geschmiergelt. Zum Glück sieht man die Stellen später fast nicht.
Laut Bauanleitung sollten die Blattfedern mit einem Gemisch von 70% Eisenmetallic und 30 % Rostmatt gestrichen werden. Rostmatt war nicht mehr auf´m Lager und Eisenmetallic mag ich nicht so. Ich finde die Farbe lässt sich schwer verarbeiten, - egal ob mit Pinsel oder Airbrush. Bei Teddi gabs Acryl-Farben von Morocolor Italia Spa im Angebot. 80 ml für einen Euro. Also wurden die Blattfedern in „Sienna gebrannt“ gestrichen. Mischungsverhältnis 1 Tropfen Farbe – 2 Tropfen Wasser.



Die Farbe lässt sich schon mal sehr gut mit dem Pinsel verarbeiten und dürfte auch gut zu brushen sein. Die Deckkraft ist ok und die Trockenzeit, wie bei Acryl-Farben typisch, relativ kurz. Ob mir später noch eine gewisse Alterung und Abnutzung mittels Trockenmalen gelingt wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist der erste Eindruck schon mal viel versprechend.

So das soll es erst mal gewesen sein. Für Tipps, Tricks und sonstige Kniffe bin ich immer dankbar. Wie gesagt, ich möchte durch diesen Baubericht sehr viel lernen.
Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

2

Samstag, 9. April 2011, 23:13

Bauabschnitt 7
Wie bitte soll man das verstehen? Kleben oder nicht kleben, das ist hier die Frage.
Ich muss gestehen das es einige Zeit gedauert hat bis ich das begriffen habe.
Das Kugelgelenk (18) muss im Bauteil (19) frei beweglich sein. Die Radnabe (20) wird dann mit Bauteil 19 verklebt und das Kugelgelenk ist dennoch frei beweglich. Oh man, ab und zu sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.



Bauabschnitt 8
Verhält sich so wie Bauabschnitt 7, - welch Wunder.
Und seltsamerweise war mir auch sofort das Bauprinzip klar.

Bauabschnitt 9
So umfangreich und anforderungsvoll dieser Bauabschnitt auch ist, - er ist eigentlich der Rede nicht wert. Geschweige denn ein Foto. Aber da ich hier jeden Bauabschnitt dokumentieren wollte, bleibt euch auch das nicht erspart – das verkleben der Teile 22 und 27



Bauabschnitt 10
Die Vorderachse nimmt Gestalt an. Die Abschnitte 6,7,8 und 9 werden zusammengefügt.
Man kann das Prinzip der „lenkbaren“ Vorderachse schon erkennen.




Bauabschnitt 11
Ach du heiliger Bimbam. Diese filigranen Teile soll ich Grobmotoriker versäubern? Wenn das man gut geht. Allein die Gießnähte von der Spurstange zu entfernen trieb mir den Angstschweiß ins Gesicht. Hab mit solch dünnen Teilen eigentlich noch nie gute Erfahrungen gemacht. Einmal etwas zuviel gedrückt und schon hatte man zwei Teile. Nun ja, heute ist gut gegangen, - zumindest bis jetzt.
Die Spurstange hat echt Nerven gekostet. Bei der Trockenpassprobe passte alles super, -Kleber drauf und siehe da. Die rechte Seite will einfach nicht mehr in die vorgesehene Aufnahmeöffnung. Nach unzähligem Haare raufen muss ich mir erst einmal einen Beruhigungstee machen. Aber soviel Baldrian kann ich gar nicht trinken. Ich denke ich versuche es mal mit nem feinen Charly.




Bauabschnitt 12 und 13 fasse ich mal zusammen.
Die einzelnen Bauteile ergeben die beiden Antriebsachsen hinten. Offenbar hat Revell ein einsehen mit mir. War nicht viel zum versäubern. Nach der ersten Passprobe wurden die Teile geklebt. Einzig die Bauteile 34 und 42 wurden noch nicht geklebt. Die sitzen „noch“ locker auf den Achsen. Ansonsten kann man die später auch nicht mehr anpassen, - und geschätzte Ausrichtung a la Pie mal Daumen wollte ich nicht.



»Friesengeist« hat folgende Bilder angehängt:
  • Stalinorgel0018.jpg
  • Stalinorgel0019.jpg
  • Stalinorgel0020.jpg
  • Stalinorgel0021.jpg
  • Stalinorgel0022.jpg
  • 0001.jpg
Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

3

Sonntag, 10. April 2011, 14:02

Siehe da, der nächste Fehler. Beim raus trennen vom Gießast habe ich wohl wieder geschlafen. Ein klitzekleines Teil welches ich als Gießfehler angesehen habe, hätte stehen bleiben müssen. Also zukünftig erst sorgfältig die Bauabschnitte studieren und die Bauteile genau anschauen.
Ou ja, diese Erfahrung haben wir alle gemacht. Schnell ist etwas weg geschnitten und später stellt man entsetzt fest ; "verdammt das gehörte doch so". Diese Lektion lehrt, vor dem Bau sollte man sich den Bauplan und auch die Spritzlinge genau anschauen und miteinander abgleichen. Dann lwgt man auch gleich für sich selbst fest, wo man der Bauanleitung folgt und wo man doch besser in anderer Reihenfolge baut. Bei Bausätzen von Dragon ist dies zum Beispiel besonders wichtig. Denn Dragon baut fast schon traditionell Fehler in die Bauanleitung ein. Andere Bausatz-Hersteller haben zar auch hin und wieder Fehler in der Bauanleitung, aber doch wesentlich seltener.
Ich habe übrigens festgestellt das Sekundenkleber nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist. Die Teile haften sofort und man hat nicht mehr viel Möglichkeiten zum ausrichten. Hier verhält sich der Revell Bastelkleber wesentlich günstiger. Man hat nach der ersten Fixierung noch genug Möglichkeiten eine gewisse Ausrichtung vorzunehmen.
Sekundenkleber verwende ich eigentlich nur, wenn es gilt Metall an das Plastik zu kleben, oder um widerspenstige Plastikteile zu fixieren. Ansonsten verwende ich immer den Modellbaukleber. Da gibt es von Revell, von Humbrol, von Faller und einigen anderen Herstellern spezielle Modellbau-Kleber. Der Revell Contacta Liquid mit seinem großen Pinsel ist für große Klebeflächen gedacht (gut bei Trucks, Autos und Schiffs-Modellen), Kleber mit feinen Stahlkanülen sind für punktgenaues Kleben vorgesehen (z.B. an Figuren oder Kleinteilen am Modell) und dünnflüssige Kleber wie der Tamiya extra thin haben feine kleine Pinsel um Kleber in kleinste Klebefugen bei winzigen Bauteilen laufen zu lassen (Flugzeug-Modelle und bei diversen kleinen Teilen).

Zitat

Was
das Gewinde an der Anhängekupplung soll entzieht sich meiner Logik.
Vielleicht bekomm ich ja im laufe des Baus die Erleuchtung. :idee:

Das gab es damals an einigen Fahrzeugen. Das diente vermutlich um die Kupplung weiter heraus zu schrauben, bei Anhängelasten mit kurzer Deichsel (wegen Radius bei Kurvenfahrten).

Bauabschnitt 6
Die vorderen Blattfedern (26 + 21)werden angebracht.
Leider haben sich die Gussmarken die unmöglichsten Stellen ausgesucht. :cursing:
Das sind keine Gußmarken. Das sind die Aufhängepunkte der Blattfedern. Das gehört also so !
Hätte Gott gewollt das ich Grünzeug fresse, wär' ich ein Kaninchen!

4

Sonntag, 10. April 2011, 14:13

Bauabschnitt 7
Wie bitte soll man das verstehen? Kleben oder nicht kleben, das ist hier die Frage.
Ich muss gestehen das es einige Zeit gedauert hat bis ich das begriffen habe.
Das Kugelgelenk (18) muss im Bauteil (19) frei beweglich sein. Die Radnabe (20) wird dann mit Bauteil 19 verklebt und das Kugelgelenk ist dennoch frei beweglich. Oh man, ab und zu sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Manchmal ist eine Bauanleitung etwas schwer zu deuten. Da hilft nur trocken anpassen, also einfach mal die Bauteile ohne Kleber zusammen halten, dann klären sich die Fragen meißt von allein.
Bauabschnitt 11
Ach du heiliger Bimbam. Diese filigranen Teile soll ich Grobmotoriker versäubern? Wenn das man gut geht. Allein die Gießnähte von der Spurstange zu entfernen trieb mir den Angstschweiß ins Gesicht. Hab mit solch dünnen Teilen eigentlich noch nie gute Erfahrungen gemacht. Einmal etwas zuviel gedrückt und schon hatte man zwei Teile.
Och, ruhig Blut. Gewußt wie und eine ruhige Hand schaffen auch diese Hürde. Nimm ein solches Bauteil zwischen Daumen und Zeigefinder, dann nur den Grat direkt vor den Fingern mit einem scharfen Skalpell und ganz sanften Druck weg schaben. Das Ganze machst du Stück für Stück. Also ein paar Millimeter schaben, nachgreifen und wieder schaben. So vermeidest du Bruch.
Bauabschnitt 12 und 13 fasse ich mal zusammen.
Die einzelnen Bauteile ergeben die beiden Antriebsachsen hinten. Offenbar hat Revell ein einsehen mit mir. War nicht viel zum versäubern. Nach der ersten Passprobe wurden die Teile geklebt. Einzig die Bauteile 34 und 42 wurden noch nicht geklebt. Die sitzen „noch“ locker auf den Achsen. Ansonsten kann man die später auch nicht mehr anpassen, - und geschätzte Ausrichtung a la Pie mal Daumen wollte ich nicht.
Das kennt man von Revell Bausätzen schon. Die Passungen und Ausrichtung der Bauteile zueinander sind nicht immer die beste. Da bleibt manchmal wirklich nur zu anderen Bauteilen hin, oder nach Augenmaß ausrichten.
Hätte Gott gewollt das ich Grünzeug fresse, wär' ich ein Kaninchen!

5

Dienstag, 12. April 2011, 18:44

Hallo

sieht super aus was du bis jetzt gebaut hast :ok:
Gruß

6

Donnerstag, 27. Oktober 2011, 21:18

Leider muss ich diesen Baubericht wegen Totalschaden abbrechen.
Beim aufräumen bzw. umbauen hats das gesamte Modell zerrissen. :bang:
Brauchbare Teile wanderten in die Restekiste, der Rest in die Wertstofftonne.
Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

7

Freitag, 28. Oktober 2011, 20:44

Moin Manfred

Schade, ich dachte, es würde jetzt hier weitergehen. Nun den, da kann man nichts machen :trost: . Aber ich wünsche Dir viel spaß bei einem neuen Projekt.

Gruss, Torsten

Werbung